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Internationale Studie: Obdachlosigkeit und Corona

18. MAI 2021 - 30. NOVEMBER -1, TH NüRNBERG

#Corona, #Forschung, #Obdachlosigkeit, #Pandemie, #Studie, #TH Nürnberg, #Wohnungslosigkeit

Die Corona-Pandemie betrifft in gewisser Weise jeden Teil der Gesellschaft. Wir haben an dieser Stelle über die Kultur gesprochen, über Künstlerinnen und Künstler, die liegen uns gemeinhin am nächsten, auch über die Gastronom*innen und Kneipiers. Es git eine Gruppe, über die wir bislang nicht geschrieben haben, und das ist nicht nur unser Versäumnis, sondern auch Ausweis dafür, das obdachlose junge Menschen generell nicht häufig im Fokus der Aufmerksamkeit stehen. 

Von den Ausiwkrungen der Pandemie ist die Gruppe aber besonders schwer betroffen. Zum Beispiel durch die Schließungen sozialer Einrichtungen und die sozialen Distanzierungsmaßnahmen, die geeignet scheinen, eh schon bestehende Phänomene der sozialen Ausgrenzung zu verstärken.

Wie genau die Pandemie die Situation der wohnungslosen jungen Menschen beeinflusst, damit beschäftigt sich Prof. Dr. Frank Sowa von der Fakultät Sozialwissenschaften der TH Nürnberg in Zusammenarbeit mit Universitäten in Großbritannien und Dänemark. Wichtig ist dabei, dass die drei Länder unterschiedliche Wohlfahrts-Systeme unterhalten: ein konservatives (Deutschland), ein sozialdemokratisches (Dänemark) und ein liberales (Großbritannien). Die Studie untersucht die Funktionstüchtigkeit dieser Systeme in der Pandemie, zwotens die Arbeit der Wohlfahrtsverbände und drittens Einzelschicksale. 

„Dieser Forschungsansatz eignet sich besonders gut, um die Veränderungen für junge wohnungslose Menschen durch COVID-19 zu erforschen, die in einem komplexen Beziehungsgeflecht leben. So haben die Entscheidungen der Politik, wie den Zugang zum öffentlichen Raum wegen Corona einzuschränken, direkte Auswirkungen auf die jungen wohnungslosen Menschen, die so beispielsweise nur noch eingeschränkte Möglichkeiten zum Betteln haben. Durch die getroffenen Distanzierungsregeln mussten auch die Einrichtungen ihre Angebotsformen überdenken, wodurch die soziale Interaktion der Wohnungslosen leidet“, erklärt Prof. Dr. Sowa.

In Nürnberg wird das Forschungsteam vom Don Bosco Jugendwerk unterstützt. Ziel der Arbeit ist es, die individuellen Erfahrungen junger wohnungsloser Menschen in einen größeren, politischen Kontext einzuordnen und daraus Empfehlungen für Politik und Praxis zu gewinnen. Ausführliche Informationen: TH News.

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Technische Hochschule Nürnberg
Keßlerplatz 12, Nürnberg




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