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Städtische Coronahilfe: Kultur-Projekte und -Initiativen

29. JUNI 2020 - 30. NOVEMBER -1, NüRNBERG

#Corona, #Förderung, #Hilfe, #Nürnberg

Bitte verlieren Sie nicht den Überblick: Dieser Rettungsschirm ist neu. Die Stadt spannt ihn auf, um Kultur-Projekte und die Kultur-Struktur der Stadt in der Coronakrise zu unterstüzten. 100.000 Euro sind im Topf. Wer genau darauf zugreifen kann, erklärt euch der curt, logisch.

Bereits am 22. April beschloss der Nürnberger Stadtrat, 100.000 Euro aus dem kommunalen Gesamthaushalt für Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende im weitesten Sinne bereit zu stellen. Der Rettungsschirm ergänzt nun die städtische Hilfeleistung, die Stadt hatte zuvor das Bündnis für Kultur auf den Weg gebracht, eine Spendenaktion ohne eigene finanzielle Leistung. Die neue Förderung will mit ihrem Doppelprofil zwei Dinge: Einerseits kulturelle Aktivität in Coronazeiten sichtbar machen, dafür dient die Projekförderung. Andererseits Strukturen und Akteuren das Überleben zu sichen, das ist die Strukturförderung.

Zuerst zur zweiteren: Die Anträge sind da, antragsberechtigt sind Vereine, Organisationen, Inititaiven genauso wie Einzelakteur*innen (wenn in Nürnberg niedergelassen). Kommerzielle Organisationen sind ausgeschlossen. Wer sich um eine Förderung von bis zu 2.500 Euro bewerben möchte, muss die Organisationsform nachweisen, die Arbeit und Notsituation beschreiben. Aber Obacht: Es gilt das Subsidaritätsprinzip. D.h. wer bereits Hilfen vom Bundes oder Freistaat erhalten hat, ist raus.

Die Projektförderung dagegen zielt auf laufende oder geplante kulturelle Aktivitäten und darf nicht für die Infrastruktur des/der Bezuschussten verwendet werden. Die Stadt möchte dafür ein Exposé erhalten, aus dem die Inhalte des Projekts ersichtlich werden. Das Projekt muss der Öffentlichkeit zugänglich und mit den geltenden Infektionsschutzgesetzen vereinbar sein. Auch hier beträgt die Obergrenze 2.500 Euro.

Das Geld ist gleich auf die beiden Töpfe verteilt, je 50.000 Euro.

Anträge und sämtliche Infos findet ihr hier:
https://www.nuernberg.de/internet/kulturreferat/corona_sonderfoerderung.html




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#Corona, #Förderung, #Hilfe, #Nürnberg

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NüRNBERG. Das Bündnis für Kultur muss weiterhin da sein und Gelder verteilen, das verlangt die Situation. Das Kulturreferat der Stadt Nürnberg hat diese Spendenaktion für Künstler*innen vor gut einem Jahr ins Leben gerufen. Ziel ist eine schnelle, finanzielle Unterstützung, die auf der Solidarität der Stadtgesellschaft fußt. In dieser Runde kommen beispielsweise 27.500 Euro von der wbg Nürnberg GmbH (7.500 von den wbg-Beschäftigten, 20.000 von der Geschäftsführung), 15.000 Euro lässt der Rotary Club Nürnberg-Sebald in den Topf rieseln. Bürgerinnen und Bürger können unverändert über die Online-Spenden-Plattform "Gut für Nürnberg" mit ihren Spenden einen Beitrag leisten.

Die Unterstützung ist für freiberufliche Kunst- und Kulturschaffende aller Sparten gedacht, die sich in einer individuellen, tatsächlich existentiellen Notlage, verursacht durch die Corona-Krise, befinden und in Nürnberg wohnhaft oder tätig sind. Dazu werden auch Kulturvermittler*innen (z.B. am KPZ oder freiberuflich) oder Lehrkräft am BZ gezählt. Ab 03. Mai steht das Antragsformular zum Download.  >>
NÜ/FÜ/ER. Es begann in Fürth. Im April, als das ganze Lockdown-Ding noch neu und frisch für uns war, hörte man auf einmal, in der Kleeblattstadt geschehe Unglaubliches: Konzerte. Vor Publikum. Die Initiative Kultur vor dem Fenster, ins Leben gerufen von Katja Lachmann und Marc Vogel, brachte und bringt seither Menschen in Fenstern und auf Balkonen mit ihren Lieblingskünstler*innen zusammen. Es dauerte nicht lange, bis sich auch Nürnberg dem Kultur-Fensterln anschloss.   >>
Für viele Freiberufler im Kunst- und Kulturbereich waren die vergangenen Wochen nicht nur mit finanziellen Schwierigkeiten, sondern auch mit großer Unsicherheit verbunden: Wo kann ich was beantragen, bin ich antragsberechtigt, wann kommen die 1.000 Euro pro Monat oder doch nicht oder für wen? Ein Teil Unsicherheit wird auch in den kommenden Tagen bleiben, dafür ist die Lage einfach zu neu und komplex und scheiße. Klar ist aber nach der heutigen Pressekonferenz von Markus Söder und Kultusminister Bernd Sibler, dass der Rettungsschirm vergrößert wird: 200 statt 90 Millionen kommen in den Topf. Das ist nötig, damit auch Menschen, die nicht in der Künstlersozialkasse versichert sind, Zugriff darauf haben. Dazu gehören dann zum Beispiel Techniker, Maskenbildner aber auch freie Journalisten, etc. Die Zahl der Begeünstigten verdopple sich von 30.000 auf 60.000. Nachzuweisen ist ein substantieller Beitrag zum Einkommen aus der freien künstlerischen Arbeit.

50 Millionen Euro stehen außerdem für “Spielstätten” (Söder) bzw. “Veranstaltungsbetriebe” (Sibler) bereit, die bis zum Jahresende unterstützt werden sollen. Söder nannte explizit 700 kleine und mittlere Theater und 260 Kinos. Sibler sprach von “Kleine und mittlere Spielstätten aus den Bereichen Theater, Kunst, Kleinkunst, Musik und Kabarett.” Musikschulen und Laienmusikgruppen wie Chöre können ebenfalls je 1.000 Euro beantragen, für sie stehen insgesamt 10 Millionen Euro zur Verfügung. Söder: “Es ist der Versuch, Kultur in der Breite durch Förderung zu erhalten.” Außerdem gibt es einen ersten Hoffnungsschimmer für die Rückkehr von kulturellen Veranstaltungen: "Wir glauben, dass wir Perspektiven für die Zeit nach Pfingsten entwickeln sollen”, so Söder. Man wolle sich dabei an den Hygieneschutzmaßnahmen in Kirchen orientieren. Am 20. Mai soll die Ministerpräsidentenkonferenz über ein solches, bundesweites Konzept entscheiden.

Die Software, so Sibler, ist installiert, die Anträge können auf den Weg gebracht und ab nächster Woche heruntergeladen werden.
Die entsprechenden Anträge findet man, sobald es sie gibt hier:
https://www.stmwk.bayern.de/index.html

Einen guten Überblick über die Hilfsprogramme findet ihr hier:
https://bayern-kreativ.de/aktuelles/corona-erste-hilfe/

Die gesamte Pressekonferenz zum Nachschauen:
https://youtu.be/9zf-x75-YOQ


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